Die Zeit der Teilung

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Die Zeit der Teilung

Beitragvon DB Chefin » 23. Sep 2011, 08:37

Gesamt-Berlin bis 1961

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das S-Bahn-Netz schnell von Kriegsschäden befreit. Die Deutsche Reichsbahn (DR) der Sowjetischen Besatzungszone und später der DDR behielt auf alliierte Anordnung das Betriebsrecht für das gesamte Berliner Streckennetz. Die ersten Züge waren am 6. Juli 1945 wieder im Einsatz. Ende 1947 war bis auf wenige Ausnahmen das gesamte Netz wieder befahrbar. Zu den wenigen nicht wieder hergestellten Strecken gehörten die Südring-Spitzkehre, die Nordringkurve am Bahnhof Westkreuz (Charlottenburg – Witzleben – Westend) und die Bankiersstrecke auf den Ferngleisen der Stammbahn (insgesamt rund 20,7 Kilometer).

Mit der Teilung Deutschlands und Berlins hatte der Ost-West-Konflikt erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der S-Bahn. Seitens der DDR wurde schrittweise die Abgrenzung West-Berlins vorbereitet. So wurden 1951/52 die nur über West-Berliner Gebiet erreichbaren Kopfbahnhöfe der Fernbahn geschlossen und der Verkehr um die Stadt herumgeleitet. Als Ersatz entstanden neue elektrifizierte S-Bahn-Strecken ins Umland, so 1951 nach Teltow, Staaken und Falkensee (mit einer Verbindung von Jungfernheide nach Spandau). 1952 wurden die Gütergleise zwischen Schönhauser Allee und Pankow elektrifiziert, um hier ebenfalls West-Berliner Gebiet umfahren zu können. Auch im östlichen Umland wurden S-Bahn-Strecken elektrifiziert, beispielsweise 1947/48 nach Strausberg und 1951 nach Königs Wusterhausen. 1956 entstand eine Neubaustrecke nach Strausberg Nord. Im selben Jahr wurde auf der Görlitzer Bahn der Bahnhof Plänterwald eröffnet.
Bahnhof Treptower Park, 1959

Mit dem Berliner Außenring entstand bis Ende der 1950er Jahre eine Möglichkeit zur kompletten Umfahrung West-Berlins. Bis 1961 rollte der Verkehr auf den S-Bahn-Strecken nach West-Berlin jedoch noch normal. Es gab jedoch im Fahrplan festgehaltene Kontrollaufenthalte auf den letzten Bahnhöfen im Umland (auch an der Stadtgrenze zu Ost-Berlin). Bei den Zügen, die die Sektorengrenze innerhalb der Stadt passierten, gab es keine speziellen Aufenthalte, jedoch Kontrollen der Reisenden durch Polizisten. Eine Besonderheit stellten in der Zeit von 1953 bis 1958 sogenannte „Durchläuferzüge“ dar. So fuhren unter anderem auf der Linie Potsdam – Erkner Züge, die auf dem Gebiet von West-Berlin (Wannsee – Lehrter Stadtbahnhof) ohne Halt durchfuhren. Im letzten Jahr des Gesamt-Berliner S-Bahn-Betriebes (1960) wurden 417 Millionen Fahrgäste befördert.

Am Tage vor dem Mauerbau waren in Berlin die folgenden 13 S-Bahn-Zuggruppen im Einsatz (ohne Verstärkerzuggruppen):

A: Vollring
B: Jungfernheide – Gartenfeld
E: Staaken – Stadtbahn – Strausberg Nord
G: Mahlsdorf – Stadtbahn – Südring – Grünau
H: Falkensee – Stadtbahn – Königs Wusterhausen
L: Potsdam Stadt – Stadtbahn – Erkner
K: Warschauer Straße – Ostring – Blankenburg
N: Spandau West – Nordring – Ostring – Spindlersfeld
1: Oranienburg – Nord-Süd-Tunnel – Wannsee
2: Bernau – Nord-Süd-Tunnel – Teltow
3: Velten – Nord-Süd-Tunnel – Rangsdorf
5: Zehlendorf – Düppel-Kleinmachnow
6: Wannsee – Stahnsdorf


Quelle: Wikipedia
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