Die S-Bahn Berlin GmbH

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Die S-Bahn Berlin GmbH

Beitragvon DB Chefin » 22. Sep 2011, 23:45

Zum Jahreswechsel 1993/1994 vereinigten sich die Deutsche Reichsbahn und die Deutsche Bundesbahn zur Deutschen Bahn AG. Zeitgleich wurde die bis dahin von der BVG betriebene S-Bahn im ehemaligen West-Berlin von der Deutschen Bahn übernommen. Am 1. Januar 1995 wurde die S-Bahn Berlin GmbH gegründet. Sie ist seit März 2010 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der DB Regio AG.

Geschäftsführung

Erster Geschäftsführer der S-Bahn GmbH wurde Axel Nawrocki, der bis 1998 amtierte. Günter Ruppert war bereits seit 1994 für den technischen Bereich der S-Bahn verantwortlich und wurde 1998 Vorsitzender der Geschäftsführung. Ihm folgte im Mai 2007 Tobias Heinemann, der vorher Marketingaufgaben bei DB Regio wahrnahm, als Sprecher der Geschäftsführung.

Im Juli 2009 wurde die amtierende Geschäftsführung abberufen, die für die durch Wartungsmängel hervorgerufenen Betriebsstörungen verantwortlich gemacht wurde. Im November 2009 bestand die Geschäftsführung der S-Bahn aus vier Personen:

Peter Buchner – Geschäftsführer Marketing – Sprecher der Geschäftsführung
Jürgen Konz – Geschäftsführer Produktion
Christian Kayser – kaufmännischer Geschäftsführer
Christoph Wachendorf – Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor

Fahrgastzahlen

Die Fahrgastzahlen haben sich seit der Gründung der S-Bahn Berlin GmbH kontinuierlich entwickelt. So hatte sie 1995 246 Mio. Fahrgäste befördert; im Jahr 2001 waren es bereits 296 Mio. Fahrgäste, und im Jahr 2008 lag die Beförderungsleistung bei 388 Millionen Fahrgästen.

Verkehrsvertrag

Die S-Bahn Berlin GmbH betreibt den Verkehr der S-Bahn auf Grundlage einer Ausschreibung eines im August 2004 unterzeichneten Verkehrsvertrages zwischen der Deutschen Bahn und dem Berliner Senat. Der Vertrag gilt rückwirkend von Anfang 2003 bis zum Ende des Jahres 2017 und umfasst Mittel der Länder Berlin und Brandenburg in Höhe von 3,54 Mrd. Euro. Ursprünglich beinhaltete der Vertrag die Option, dass das Land Berlin den Betrieb auf den Nord-Süd-Strecken bereits ab 2010 in einer Ausschreibung neu vergeben konnte. Anfang 2008 verzichtete der Berliner Senat auf diese Möglichkeit.

Bereits vor Vertragsabschluss war der Vertrag von der Europäischen Kommission wegen der fehlenden Ausschreibung überprüft worden. Ausgehend von einer Anfrage des verkehrspolitischen Sprechers der Fraktion der Grünen, im Europäischen Parlament, Michael Cramer (Bündnis 90/Die Grünen), hat die Europäische Kommission am 27. Oktober 2009 angekündigt, die Finanzierung der Berliner S-Bahn auf einen Verstoß gegen das EU-Beihilferecht zu überprüfen. Dieser könnte darin bestehen, dass die Betreibergesellschaft der Berliner S-Bahn 2009 rund 232 Mio. Euro Beihilfemittel vom Land Berlin für den Betrieb der S-Bahn erhalten, jedoch 87 Mio. Euro als Gewinn an die Bahn AG als Mutterkonzern abgeführt hat. Damit wäre der Grundsatz des europäischen Vergaberechts verletzt, wonach staatliche Zuschüsse für ein Verkehrsunternehmen nur dessen Kosten decken dürften.

Geschäftszahlen

Die S-Bahn Berlin GmbH steigerte im Jahr 2008 ihren Umsatz auf 559 Mio. Euro (+ 5,4 % im Vergleich zu 2007) und den Gewinn auf 56,3 Mio. Euro (+ 65 %). Das operative Ergebnis sank um etwa 10 % auf 30,6 Mio. Euro. Aufgrund des mit der DB Regio AG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wird der Gewinn vollständig an den DB-Konzern überwiesen.

Publikationen

Von der S-Bahn Berlin wird seit 1999 die Mitarbeiterzeitung Paula 7 herausgegeben. Diese erscheint monatlich.

Die S-Bahn Berlin und DB Regio Berlin/Brandenburg geben alle zwei Wochen die Kundenzeitung Punkt 3 heraus. Sie erscheint in einer Mindestauflage von 150.000 Exemplaren und liegt zur kostenlosen Mitnahme auf S-Bahnhöfen und Service-Punkten aus. Außerdem wird diese Zeitung im Internet als PDF-Datei bereitgestellt.

Wöchentlich wird das Faltblatt S-Bahn-Bauinfos im Format DIN A5 herausgegeben. Es informiert den Fahrgast über die aktuellen Baumaßnahmen im Netz und die daraus resultierenden Fahrplanänderungen. Es liegt ebenfalls auf den Bahnhöfen aus und ist im Internet erhältlich.

Merchandising

In den Kundenzentren der S-Bahn in den Bahnhöfen Alexanderplatz, Friedrichstraße, Hauptbahnhof, Lichtenberg, Ostbahnhof und Potsdam Hauptbahnhof sowie im Online-Shop bietet die S-Bahn neben Fahrplänen verschiedene Fan-Artikel an. Hierzu gehören insbesondere Bücher, CDs, Schreibwaren und Fahrzeugmodelle.

Ausschreibungen

Im Jahr 2008 beteiligte sich die S-Bahn Berlin an der Ausschreibung für den Betrieb der Stockholmer U-Bahn. Den Zuschlag bekam jedoch MTR aus Hongkong.


Quelle: Wikipedia
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