Vorgeschichte (1838–1924)

Hier findet ihr alles über die S Bahn Berlin GmbH

Vorgeschichte (1838–1924)

Beitragvon DB Chefin » 23. Sep 2011, 13:01

Die ersten Hauptbahnen entstanden ab 1838 mit der Verbindung Berlin – Zehlendorf – Potsdam. Bis 1846 zählte die Stadt schon fünf Kopfbahnhöfe, von denen Strecken in nahezu alle Richtungen führten. Bis 1882 kamen weitere vier Bahnhöfe hinzu. Um die Strecken miteinander zu verbinden, wurde 1851 eine Verbindungsbahn entlang der damaligen Stadtmauer auf Geländeniveau errichtet. Sie umfuhr das Stadtgebiet in einem Dreiviertelkreis vom Stettiner über den Hamburger, den Potsdamer und den Anhalter Bahnhof zum Frankfurter Bahnhof. Der ständige Verkehr, vor allem durch das Militär, behinderte stark den Personenverkehr auf der Straße, sodass eine neue Lösung in Erwägung gezogen wurde.

Die neue Umgehungsbahn wurde um die Stadt herumgeführt, weit außerhalb der damaligen Besiedlung. Der erste Abschnitt im Osten wurde 1870 zunächst für den Militärverkehr aufgrund des Deutsch-Französischen Krieges, ab 1872 auch schließlich für den Personen- und Güterverkehr freigegeben. Bis 1877 wurde die Strecke mit der Umfahrung Charlottenburgs vervollständigt, die Ringbahn war vollendet. 1882 wurden schließlich der Schlesische Bahnhof (vormals Frankfurter bzw. Niederschlesisch-Märkischer Bahnhof) und der Bahnhof Charlottenburg durch eine Viaduktbahn (Berliner Stadtbahn) miteinander verbunden. Durch das rasante Wachstum der Stadt nahm auch der Vorortverkehr immens zu. Überlegungen, ein zweites Gleispaar neben den bestehenden Strecken zu bauen, kamen zwar schon früh auf, doch dauerte es bis 1891, dass die Potsdamer Vorortbahn als erste separate Vorortstrecke im Berliner Raum in Betrieb ging. In den folgenden Jahren wurden auch die anderen Strecken (z. B. nach Bernau und Königs Wusterhausen) mit einem zweiten Gleispaar versehen.

Um 1910 entschied man sich, die Stadtbahn, die Ringbahn und zahlreiche Vorortstrecken mittels Oberleitung zu elektrifizieren. Als Rollmaterial waren Elektrolokomotiven und sechsachsige Personenwagen vorgesehen, weil dies geringere Wartungskosten und weniger Verschleiß an den Schienen nach sich gezogen hätte. Die Gesamtkosten für die notwendigen 690 Personenwagen, 557 Elektroloks, Betriebshöfe, die Oberleitung sowie zwei Bahnkraftwerke in Berlin und Bitterfeld hätten sich auf 53,3 Millionen Goldmark belaufen.[1]

Nachdem Werner von Siemens 1879 seine Elektrolokomotive vorgestellt und zwei Jahre später die erste elektrische Straßenbahn ihren Betrieb aufgenommen hatte, zögerte die Preußische Eisenbahn zunächst, startete dann aber ab 1903 auf verschiedenen Strecken den elektrischen Betrieb. Die ersten Strecken, die so betrieben wurden, verliefen vom Potsdamer Bahnhof nach Groß-Lichterfelde Ost bzw. von Niederschöneweide-Johannisthal nach Spindlersfeld. Die Strecke nach Groß-Lichterfelde Ost wurde bis 1929 so betrieben, die Strecke nach Spindlersfeld jedoch 1906 wieder auf Dampftraktion umgestellt. Die Erfahrungen aus diesem Betrieb wurden allerdings schon im gleichen Jahr zur Elektrifizierung der Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn angewandt.


Quelle: Wikipedia
Benutzeravatar
DB Chefin
Forum Admin
 
Beiträge: 80
Registriert: 09.2011
Wohnort: Berlin
Geschlecht: weiblich

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron