Tarife

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Tarife

Beitragvon DB Chefin » 22. Sep 2011, 23:41

Bereits seit dem 1. Oktober 1891 gab es in Berlin einen gesonderten Tarif auf den Strecken der Stadt-, Ring- und Vorortbahnen. Seit 1893 wurden Lochzangen an den Stationen zur Entwertung eingesetzt, sodass im Vorverkauf gelöste Fahrkarten von verschiedenen Abgangsbahnhöfen aus verwendet werden konnten. Zum 15. Mai 1938 wurde das gesonderte Tarifgebiet ausgedehnt. Es kamen im Süden Teltow und Wünsdorf und im Nordosten Werneuchen hinzu. Am 1. Oktober 1944 wurde ein Preisstufensystem eingeführt, das sich in Ost-Berlin und im Umland mit nur geringen Modifikationen bis 1991 hielt. Alle Relationen in und um Berlin wurden mit acht Preisstufen abgedeckt, wobei die Preisstufen 6 bis 8 nur für Fahrten von den westlichen zu den östlichen Vororten Berlins nötig waren. Die Preise lagen dabei zwischen 0,20 Mark für Preisstufe 1 bis 1,30 Mark für Preisstufe 8. Auch die Preise wurden in Ost-Berlin bis 1991 beibehalten.

Tariflich wurden die elektrischen S-Bahn-Strecken und die sonstigen Vorortstrecken nicht unterschieden. Offiziell wurden auch diese als ‚S-Bahn‘ bezeichnet. Kursbuchkarten benutzten die Begriffe „elektrisch betriebene S-Bahn-Strecken“ und „mit Dampf betriebene S-Bahn-Strecken“, später „nicht elektrisch betriebene S-Bahn-Strecken“. Zu DDR-Zeiten wurden einige dieser Züge im Volksmund auch als Sputnik bezeichnet, da sie das Gebiet West-Berlins umkreisten. Das S-Bahn-Tarifgebiet wurde jahrzehntelang nur geringfügig verändert und reichte in den 1980er Jahren von Nauen, Werder (Havel) oder Beelitz-Heilstätten bis Werneuchen, Strausberg und Fürstenwalde in Ost-West und von Velten, Oranienburg und Bernau bis Ludwigsfelde, Wünsdorf und Königs Wusterhausen in Nord-Süd-Richtung.

Nachdem Ende der 1940er Jahre in beiden deutschen Staaten eine Währungsreform erfolgte gab es die Festlegung, dass West-Berliner ihre Fahrkarten in DM-West zu erwerben hatten (auch für Fahrten ab Bahnhöfen im Ost-Gebiet). Um dies zu kontrollieren, erhielten die Fahrkarten im Westteil einen roten Aufdruck auf gelber Pappe und im Ostteil einen Aufdruck in Schwarz. Für West-Berlin wurden nach dem Mauerbau gesonderte Preisstufen eingeführt. Nach der Übernahme durch die BVG 1984 wurde die West-Berliner S-Bahn in das Tarifsystem der BVG eingebunden.
Fahrkarte BVB/S-Bahn,
ca. 1985

In Ost-Berlin war das Tarifsystem bis zum Ende der DDR unabhängig von der BVG/BVB. Jedoch konnten ab dem 1. Februar 1976 im Vorverkauf erworbene Fahrkarten der Preisstufe 1 ebenfalls für Fahrten mit den Verkehrsmitteln der BVB genutzt werden. Zum 1. Juli 1989 wurden neue Fahrscheine eingeführt, die das Umsteigen zwischen S- und U-Bahn ermöglichten. Diese Änderung wurde nötig, da der Bahnhof Wuhletal gemeinsam von DR und BVB betrieben wurde. Für den Übergang zum Bus oder der Straßenbahn galt diese Regelung nicht.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebiet des S-Bahn-Tarifs zum Tarifgebiet Berlin und Umland und ein einheitlicher Tarif für alle öffentlichen Verkehrsmittel eingeführt.

1999 wurde der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gegründet. Der Berliner Raum wurde in drei Tarifzonen eingeteilt:

Zone A – hierzu gehört die Ringbahn und alles innerhalb der Ringbahn
Zone B – das übrige Gebiet der Stadt Berlin
Zone C – das Umland außerhalb der Stadtgrenze

Die Außengrenze der Zone C entspricht etwa den Grenzen des früheren S-Bahn-Tarifgebietes, wobei einige besonders weit von Berlin entfernte Orte wie Nauen oder Fürstenwalde jedoch herausgenommen wurden. Im VBB-Tarif sind S-Bahnen, Regionalexpresszüge und Regionalbahnen (die Nachfolger der früheren Vorortzüge) und die örtlichen Busse und Bahnen enthalten.

Seit der Preiserhöhung zum Jahreswechsel 2010/2011, die zeitgleich mit massiven Störungen im Zugverkehr vorgenommen wurde, gibt es neben Monats- und Jahreskarten, Einzelfahrscheine mit einer Gültigkeit von zwei Stunden, in drei Preisstufen.

Tarifzonen AB – 2,30 Euro (1,40 Euro ermäßigt)
Tarifzonen BC – 2,70 Euro (1,80 Euro ermäßigt)
Tarifzonen ABC – 3,00 Euro (2,10 Euro ermäßigt)

Darüber hinaus gibt es verschiedene andere Fahrscheine, wie Anschlussfahrausweise für Besitzer von Fahrkarten des Tarifs AB zum Übergang auf ABC, Gruppen- und Kurzstreckenfahrkarten.

Bundesweit betrachtet ist die S-Bahn Berlin in das Preissystem der Deutschen Bahn integriert. Prinzipiell ist es seit einigen Jahren möglich, durchgehende Fahrscheine von jedem Bahnhof außerhalb Berlins und Brandenburgs zu Stationen im Netz der S-Bahn zu lösen. Im Gegenzug sind jedoch nicht an allen Stationen der Berliner S-Bahn Fahrkarten zu Zielen außerhalb des VBB erhältlich. Auch die sogenannte Fahrkarte Anfangsstrecke ist in den Bundesländern Berlin und Brandenburg nicht erhältlich.


Quelle: Wikipedia
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