Ost-Berlin nach dem Mauerbau

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Ost-Berlin nach dem Mauerbau

Beitragvon DB Chefin » 23. Sep 2011, 09:28

In Ost-Berlin blieb die S-Bahn mit einem Beförderungsanteil von etwa 35 % das Verkehrsmittel mit dem höchsten Fahrgastanteil.

Noch im Jahr 1961 wurden die Gleise des Berliner Außenrings (BAR) zwischen Karower Kreuz und Schönfließ mit einer Stromschiene ausgerüstet (später eigene Gleise), zwischen Schönfließ und Hohen Neuendorf wurde eine Neubaustrecke hergestellt. Damit war die durch den Mauerbau isolierte Strecke nach Oranienburg wieder an das Netz angeschlossen. Auf der Strecke Hennigsdorf – Velten verkehrten bis 1983 elektrische S-Bahn-Fahrzeuge im Inselbetrieb. Die übrigen durch den Mauerbau vom S-Bahn-Netz getrennten Strecken im Berliner Umland, so zum Beispiel nach Potsdam und Falkensee, wurden dagegen bis zum 9. Oktober 1961 auf Dampf- bzw. Dieselbetrieb umgestellt. An den Endpunkten standen keine Wagenhallen zur Unterbringung der Züge zur Verfügung. Die Strecke von Schönhauser Allee nach Pankow erhielt ein eigenes Gleispaar (sogenannte „Ulbricht-Kurve“). 1962 wurde der Flughafen Berlin-Schönefeld an das Streckennetz angeschlossen.
Liniennetzplan
U- und S-Bahn Ost-Berlin. Gedruckt für Delegierte des Nationalen Jugendfestivals der FDJ am 10. Juni 1984.

Für die Einführung des Einmannbetriebes wurde ab dem 25. Februar 1965 die Zugabfertigung per UKW-Funk eingeführt.

In den 1970er und 1980er Jahren wuchs das Streckennetz weiter. Insbesondere wurden die Neubausiedlungen im Nordosten der Stadt (Marzahn und Hohenschönhausen) an das Netz angeschlossen. Oftmals war die S-Bahn schon weit vor der Fertigstellung der Neubauten im Betrieb. Planungen für den weiteren Ausbau des Netzes lagen vor. Einige vorbereitende Bauarbeiten wurden bereits geleistet, so an der Verlängerung von Wartenberg nach Sellheimbrücke im Norden Berlins. In dieser Zeit wurden einige Bahnhöfe saniert, so beispielsweise die Bahnhöfe Lichtenberg, Ernst-Thälmann-Park (Greifswalder Straße), Friedrichsfelde Ost. Der Bahnhof Schönhauser Allee erhielt ein neues Empfangsgebäude.

Die Altbau-Fahrzeuge wurden modernisiert und umgebaut. Dabei wurde versucht, die einzelnen Baureihen so weit wie möglich zu vereinheitlichen. Ende der 1970er Jahre begann die Entwicklung einer neuen Baureihe, die heute unter der Baureihen-Bezeichnung 485 im Einsatz ist.

Ende 1989 waren die folgenden zehn S-Bahn-Linien auf einem 173 Kilometer langen Netz im Betrieb (ohne Verstärkerzuggruppen).(KBS = Kursbuchstrecke)
Bahnhof Springpfuhl 1987

KBS 100: Friedrichstraße – Stadtbahn – Strausberg Nord
KBS 101: Alexanderplatz – Stadtbahn – Wartenberg
KBS 102: Alexanderplatz – Stadtbahn – Ahrensfelde
KBS 105: Friedrichstraße – Stadtbahn – Erkner
KBS 110: Friedrichstraße – Stadtbahn – Königs Wusterhausen
KBS 115: Friedrichstraße – Stadtbahn – Flughafen Berlin-Schönefeld
KBS 140: Oranienburg – Ostring – Flughafen Berlin-Schönefeld
KBS 141: Bernau – Ostring – Zeuthen
KBS 142: Blankenburg – Ostring – Spindlersfeld
KBS 143: Warschauer Straße – Ostring – Buch

Quelle: Wikipedia
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