Die BVG übernimmt die S-Bahn in West-Berlin

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Die BVG übernimmt die S-Bahn in West-Berlin

Beitragvon DB Chefin » 23. Sep 2011, 09:30

Am 9. Januar 1984 übernahm die BVG im Auftrag des Berliner Senats den Betrieb des inzwischen stark heruntergekommenen Streckennetzes in West-Berlin. Diesem Ereignis waren nach alliierter Zustimmung Verhandlungen zwischen West-Berliner Senat und DDR-Regierungsstellen vorausgegangen. In der Vereinbarung zur Übernahme der S-Bahn war festgelegt, dass die Züge der Stadtbahn von Lehrter Stadtbahnhof bis Friedrichstraße (in Ost-Berlin) weiterhin von Personal der DR gefahren werden.
Innenraum ET 165, unterwegs im Westnetz unter BVG-Verwaltung (1984)

Zunächst wurden nur die Strecken Anhalter Bahnhof – Lichtenrade (S2) und Friedrichstraße – Charlottenburg (S3) betrieben (insgesamt 21 Kilometer). Gleichzeitig führte die BVG Liniennummern bei der S-Bahn ein und integrierte sie in den BVG-Tarif. Der Verkehr auf den anderen, bis dahin noch von der Deutschen Reichsbahn betriebenen Abschnitten, wurde eingestellt. Nach den Wiedereröffnungen der Strecken Charlottenburg – Wannsee am 1. Mai 1984 und nach Frohnau in Etappen am 1. Mai 1984 und 1. Oktober 1984 stiegen die Fahrgastzahlen wieder stark an. Am 1. Februar 1985 wurde die Wannseebahn zwischen Anhalter Bahnhof und Wannsee als S1 wieder für den Fahrgastbetrieb eröffnet. Die Strecke war intern nie stillgelegt worden, da sie für Betriebsfahrten in das einzige noch auf West-Berliner Gebiet liegende Betriebswerk Wannsee benötigt wurde.

Die BVG hat von der DR überwiegend ältere Fahrzeuge (ET 165 „Stadtbahn“), teilweise noch mit Holzbänken ausgestattet, erhalten. Sie war bestrebt, hier schnell eine Anpassung an den U-Bahn Standard u.a. durch Polstersitze zu erreichen. In ihrem Auftrag wurden bald neue S-Bahn-Züge konstruiert, die unter der Baureihe 480 auf dem Berliner S-Bahn-Netz unterwegs sind.

Noch vor dem Mauerfall gab es Bestrebungen zu einer weitgehenden Wiederinbetriebnahme des S-Bahn-Netzes in West-Berlin. Bürgerinitiativen und Bürgerbegehren führten dazu, dass 1989 mit der Sanierung der südlichen Ringbahn begonnen wurde. Ende 1989 wurden von der BVG die folgenden drei Linien auf einem Netz von 71,5 Kilometern betrieben.


Quelle: Wikipedia

Linie S1: Anhalter Bahnhof – Zehlendorf – Wannsee
Linie S2: Frohnau – Nord-Süd-Tunnel – Lichtenrade
Linie S3: Friedrichstraße – Stadtbahn – Wannsee
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