Der Mauerbau

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Der Mauerbau

Beitragvon DB Chefin » 23. Sep 2011, 09:34

Bis zum Bau der Mauer war mit rund 335 Kilometer Länge das bisher größte Netz der S-Bahn in Berlin entstanden. Der 13. August 1961 war nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges der größte Einschnitt in den Betrieb und das Netz der S-Bahn.

Im Berliner Stadtgebiet wurden am 13. August 1961 vier grenzüberschreitende Streckenabschnitte gesperrt. Die Ringbahn zwischen Schönhauser Allee – Gesundbrunnen und Sonnenallee – Treptower Park wurde wie auch die Verbindungen Bornholmer Straße – Pankow und Köllnische Heide – Baumschulenweg unterbrochen. Ebenfalls wurden die sieben von West-Berlin in das Umland führenden Verbindungen gesperrt. Der S-Bahn-Verkehr auf den Strecken nach Stahnsdorf und Teltow wurde sofort eingestellt. Stahnsdorf verlor seinen Bahnanschluss völlig, Teltow blieb über nicht elektrifizierte Strecken um Berlin herum erreichbar. Auf den anderen von West-Berlin getrennten Strecken auf DDR-Gebiet wurde zunächst ein Inselbetrieb aufrechterhalten. Im September 1961 wurde der S-Bahn-Verkehr zwischen Blankenfelde und Rangsdorf und zum 9. Oktober 1961 zwischen Albrechtshof und Falkensee sowie Griebnitzsee und Potsdam eingestellt und durch Dampf- oder Dieselzüge ersetzt. Der Abschnitt Hohen Neuendorf – Oranienburg wurde ab 19. November 1961 vom Bahnhof Blankenburg aus mit dem restlichen S-Bahn-Netz verbunden, ein Gleis am Berliner Außenring war mit einer Stromschiene versehen worden. Zwischen Hennigsdorf und Velten wurde ein S-Bahn-Inselbetrieb noch bis 1983 aufrechterhalten.

Der Bahnhof Friedrichstraße in Ost-Berlin wurde in der folgenden Zeit zum Grenzübergang umgebaut. Die Ost-Berliner Züge der Stadtbahn endeten in Friedrichstraße auf dem eigentlichen S-Bahnsteig A. Die von West-Berlin kommenden Züge der Stadtbahn endeten auf dem ehemaligen Fernbahnsteig B. Zwischen beiden Bahnsteigen wurde eine Wand eingebaut, um Sichtkontakt zu vermeiden. Als Einzige und nur für Überführungsfahrten (in der Regel zwischen den S-Bahnbetriebswerken in West-Berlin und dem in Ost-Berlin befindlichen Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide) nutzbare Verbindung zwischen den ansonsten komplett getrennten Ost- und West-Berliner Teilnetzen dienten beide, mit Stromschienen versehene, Fernbahngleise 1 und 2 im Bahnhof. Ein Umsteigen von den West-Berliner Linien der Stadtbahn zu den West-Berliner Linien der Nord-Süd-S-Bahn sowie zu der hier haltenden U-Bahn-Linie 6 der West-Berliner BVG war möglich. Die übrigen Bahnhöfe der Nord-Süd-S-Bahn auf Ost-Berliner Gebiet wurden geschlossen und die Züge der West-Berliner Linien fuhren ohne Halt durch die fortan umgangssprachlich als Geisterbahnhöfe bezeichneten Stationen.

Insgesamt gingen der elektrisch betriebenen Berliner S-Bahn mit dem Bau der Mauer 48,2 Kilometer Strecke verloren. Das elektrisch betriebene Netz war damit auf 286,8 Kilometer geschrumpft. Einige der geschlossenen Strecken wurden für den Gleichstrombetrieb der Berliner S-Bahn bis heute nicht wiederhergestellt, sondern werden in der Regel unter Wechselspannungsoberleitung mit RB- bzw. RE-Zügen bedient.


Quelle: Wikipedia
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